Bezahlen per Handy über NFC ist nicht marktreif
|
Pressemeldung von:
Sorex Wireless
„Das ist eine Ankündigung, auf deren massentaugliche Verwirklichung wir noch lange warten werden,“ meint Christian Csank, Experte für Handysteuerungen, zur Ankündigung eines österreichischen Mobilfunkanbieters, über Nearfield Communication (NFC) das Bezahlen von Bahnkarten oder sogar Kreditkartenfunktionen zu ermöglichen.
„Bezahlen direkt über das Handy ist eine extrem komplexe Aufgabe, weil hier direkt auf die SIM-Karte zugegriffen werden muss,“ erklärt Csank weiter. Dies bringe nicht nur Sicherheitsrisiken für den Anwender, sondern es sei vor allem eine nicht
enden wollende Herausforderung für den Software-Entwickler. Es gibt derzeit kein NFC-fähiges Mobiltelefon am Markt – und für jedes zukünftige muss die Software jeweils nachträglich neu geschrieben werden, was einen enormen Aufwand bedeutet. Von Marktreife zu sprechen, weckt daher falsche Hoffnungen bei den Konsumenten.
Es verwundert daher nicht, dass die angekündigte Applikation in absehbarer Zukunft nur mit einem einzigen Endgerät funktionieren soll, das allerdings noch gar nicht verfügbar ist. Dazu Csank: „Bis NFC bei genügend Mobiltelefonen vorinstalliert ist, werden noch viele Jahre vergehen. NFC ist derzeit auf dem Stand, wo Bluetooth vor sieben Jahren war, und es ist nicht sicher, ob es sich überhaupt je als Standard etablieren wird.“ Bluetooth hingegen ist bereits seit Jahren weltweit in allen neuen Mobiltelefonen Standard und kann daher problemlos eingesetzt werden, um das Handy beispielsweise als elektronischen Schlüssel für Türen, Garagen oder Alarmanlagen einzusetzen. (siehe: www.sorex-austria.com). Bluetooth ist bereits in über einer Milliarde Geräten weltweit installiert, NFC-taugliche Handys hingegen sucht man vergeblich am Markt. Das Handy als Multifunktionsgerät einzusetzen, ist daher grundsätzlich eine gute Idee. Allerdings nicht für Bezahlfunktionen, sondern zum Steuern von externen Geräten, Türen etc. Und hierfür ist Bluetooth viel besser geeignet als NFC. Dipl. Ing. Christian Csank ist Gründer und Geschäftsführer der Firma Sorex Wireless in Wiener Neustadt. Diese entwickelt mit 18 Mitarbeitern erfolgreich kabellose Datenübertragungslösungen. Das Unternehmen verfügt derzeit über fünf angemeldete Patente und wurde mehrfach ausgezeichnet (z.B. Genius 2006, Gewinn Jungunternehmerpreis 2005). Die Produktpalette umfasst bluetooth-gesteuerte Zutrittssysteme sowie Lösungen zur Diebstahlsicherung, Alarmanlagensteuerung und Fernsteuerung von Haustechnikgeräten. Darüber hinaus wurden bereits erste große Unternehmensapplikationen am Markt eingeführt. (Zutritts- und Zeiterfassungssysteme, Bestellwesen, Kassenvernetzung). Unternehmenskontakt: SOREX Wireless Solutions GmbH Dipl.Ing. (FH) Christian Csank Herzog Leopold Straße 5 2700 Wr. Neustadt Tel. +43 2622 32 0 13 - 0 Medienbetreuung: buero miller aichholz Mag. Mathias Miller-Aichholz Am Heumarkt 11 1030 Wien Tel. +43 1 966 91 19
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
zurück zur Kategorieseite: Wirtschaft / Telekommunikation
Dieser Artikel wurde 646 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors: